In unserer hoch technisierten Welt werden qualifizierte Helfer als schnelles und sicheres Mittel zur Ortung verschütteter und vermisster Personen benötigt.
Nicht nur auf dem technischen Wege sind einige Möglichkeiten geboten um zur Rettung von Menschenleben beizutragen. Der uns seit Jahrtausenden begleitende Hund ist nach einer qualifizierten Ausbildung in der Lage, in Not geratenen Menschen Hilfe zu kommen zu lassen.
Durch die Berichterstattung in den Medien zeigt sich der Nutzen dieser vierbeinigen Gehilfen. Bei Erdbeben, dem „Weißen Tod“, sowie Verkehrsunfällen und Explosionen werden die drei wichtigsten und gut ausgebildeten Sinne unserer Begleiter vorteilhaft deutlich. Als „Hochwindsucher“ können die Hunde die von einem Menschen ausgehenden Duftpartikel über weite Strecken wahrnehmen.
Mit einem Repertoire von 220 Millionen Geruchzellen sind unsere Vierbeiner in der Lage, menschlichen Geruch aus vielen anderen Gerüchen herauszufiltern. Auch werden geringe Geräusche von dem hochsensiblen Gehör lokalisiert; dies gepaart mit einem auf kleinste Bewegungen ausgerichteten Sehvermögen und der als selbstverständlich vorausgesetzten Menschenfreundlichkeit zeigt das ganze Können eines speziell ausgebildeten Hundes. Weiterhin gereicht ihnen zum Vorteil, dass sie selbst zur Nachtzeit in unwegsamen und Einsturz gefährdeten Bereichen ihre Wendigkeit sowie Schnelligkeit und Arbeitsfreude einbringen. Auch ungünstige Witterungsverhältnisse hindern sie nicht daran nach Personen zu suchen und diese durch Verbellen den zweibeinigen Helfern anzuzeigen.
Gleiches gilt auch für den Individualisten Mensch, der in einer Teamleistung als Hundeführer zusammen mit seinem ausgebildeten Spezialisten und anderen eingesetzten Helfern in Gefahr befindliche Leben retten hilft. Ohne die Möglichkeit, den Gehilfen in einer fachbezogenen Ausbildung durch seine Bezugsperson anleiten zu können und dieses erlernte Wissen in den auch manchmal belastenden Einsätzen einzubringen, wären die vierbeinigen Begleiter mit der feuchten und kalten Nase nicht in der Lage Höchstleistungen zu erbringen.
Aufgrund der Einsatzanforderung in und um Lippstadt haben
wir uns neu ausgerichtet. Wir werden dauerhaft den Bereich Flächensuche
aufgeben und uns gezielt der Förderung und Ausbildung der Teams zur Personensuche(ManTrailing)
widmen. Bei der Personensuche sucht der Hund nach dem Individualgeruch des
Menschen und wird in Geschirr sowie mit Leine geführt.
Das im Jahre 2003 begonnene Projekt Man-Trailing ist zum
Schwerpunkt unserer Arbeit geworden und hat unser Können in diversen Einsätzen
insbesondere in den letzten Jahren gefordert.
Da im näheren und weiteren Umfeld ausreichend Organisationen
zur Verfügung stehen, die sich mit der Absuche größerer Flächen befassen, wird
es dadurch nicht zu Engpässen in diesem Bereich kommen.
Die Aus- und Fortbildung unserer Teams liegt uns weiterhin
am Herzen, so dass wir uns regelmäßig um ausgesuchte Angebote kümmern.
Seit dem Beginn des Projekts Man-Trailing haben wir Seminare
mit amerikanischen Polizeibeamten besucht, die mit einem wesentlich größeren
Erfahrungsschatz Hunderassen für diese interessante Arbeit ausbilden und
dienstlich führen. So hat sich in den Jahren eine für uns passende
Ausbildungsstruktur durch die amerikanischen Deputy-Sheriffs Kevin Kocher und
Marshall Thielen von National Bloodhound Training Institute (NBTI) ergeben.
In den vergangenen Jahren hatten wir die Möglichkeit
Seminare der beiden im In- und näheren Ausland zu besuchen und konnten so einen
Wissensstand in der für Deutschland recht jungen Ausbildungsform des
Rettungshundewesen erlangen.
Zu den qualifizierten Aus- und Fortbildungsveranstaltungen
ist es ebenfalls interessant mit anderen Hilfsorganisationen diesbezüglich einen
Erfahrungsaustausch zu pflegen. Hierzu bieten sich diverse Workshops und
Trainingswochenenden in Deutschland an.